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Casino auf chinesische Art

Januar 20, 2010 by admin 

Einst portugiesische Kolonie, heute Glücksspielmetropole: Seit zehn Jahren gehört Macau wieder zu China. Die meisten Besucher kommen um zu spielen. Dabei hat die Inselstadt mehr zu bieten.

Kommt die Sprache auf eine ehemalige Kolonie in China, fällt den meisten sofort Hongkong ein. Dabei ist die Metropole am Südchinesischen Meer nicht die einzige frühere europäische Besitzung an Chinas Küsten: Nur etwa 65 Kilometer entfernt liegt auf dem westlichen Ufer des Perlflussdeltas Macau. Und dort feiert man in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum seit der Übergabe der ehemals portugiesischen Stadt an die Volksrepublik: Am 20. Dezember 1999 endete nicht nur das letzte Kapitel europäischer Kolonisation in Asien, sondern mit 442 Jahren auch das längste.

Einst ein bedeutender Handelsstützpunkt zwischen Asien und Europa, verlor Macau mit dem Aufstieg Hongkongs im 19. Jahrhundert an Bedeutung. Bis heute steht die Sonderverwaltungszone mit ihren 530 000 Einwohnern im Schatten des großen Bruders mit seinen sieben Millionen Einwohnern. Aus touristischer Sicht braucht sich Macau indes nicht zu verstecken – die Stadt hat einiges, was Hongkong nicht zu bieten hat.

Wer über den im Zentrum Macaus gelegenen Largo do Senado, den Senatsplatz, flaniert, kann für Momente fast vergessen, sich in China zu befinden. Denn anders als in Hongkong sind in Macau viele Gebäude nicht nur aus der chinesischen, sondern auch aus der kolonialen Vergangenheit erhalten. Das ehemalige Senatsgebäude aus dem 18. Jahrhundert und die Barockkirche Igreja de São Domingos sind nur zwei der Kolonialbauten, die dem Platz eine europäische Atmosphäre verleihen. Frisch renoviert und am Abend angestrahlt wirken sie fast wie Kulissen.

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