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Sportwetten und Steuer: Wer muss versteuern?

Juli 10, 2017 by  

Steuern zahlen oder steuerfrei?Zum Thema Steuern und versteuern von Gewinnen aus Sportwetten gibt es immer wieder Unklarheiten und einiges an Halbwissen bei den Spielern. Ich möchte hier etwas Klarheit schaffen und das Thema umfassend beleuchten um es möglichst einfach für alle darzustellen. Natürlich wird auf die seit 2012 in Deutschland fällige Wettsteuer in Höhe von 5% ganz genau eingegangen: Wie funktioniert diese? Welche Anbieter bieten die Möglichkeit ohne Steuerabzug zu spielen, worauf sollten Sie achten usw. Es gibt gerade in diesem Bereich viele Webseiten die falsch informieren!

Achtung: Das ist mein persönlicher Wissensstand und meine Meinung die ich mit Ihnen teile. Das ist keine Rechtsberatung.

Muss ich meine Gewinne versteuern?

Gewinne aus Sportwetten sind für den Wetter in Deutschland oder Österreich nicht steuerpflichtig. Die Einnahmen aus der Teilnahme an Gewinnspielen, Glücksspielen und Wetten sind steuerfrei, da Sie unter keine der sieben genannten Einkunftsarten (vgl. § 2 Abs. 3 EStG) fallen. Das bedeutet, was Sie als Gewinn von Ihren Wettkonto ausbezahlt bekommen, bleibt Ihnen zu 100% – Sie müssen keinerlei Abgaben zahlen.

Würden Gewinne aus Wetten unter eine Einkunftsart fallen, so könnten auch etwaige Verluste steuerlich geltend gemacht werden. Für den Staat sicher kein gutes Geschäft (weil die allermeisten Spieler verlieren). Aber der Staat geht auch so nicht leer aus, da die Wettbüros und Buchmacher die Steuer zahlen (müssen). Mehr dazu unten.

Das ganze gilt übrigens nur solange Sie als Privatperson wetten und nicht als Spieler, der regelmäßig hohe Einnahmen aus Sportwetten generiert. Dann wären Sie ein sogenannter Berufsspieler, müssten ein Gewerbe anmelden und auch Steuern abführen. Die Frage ab wann man als Berufsspieler gilt ist nicht abschließend geklärt, da weder eine Einnahmenshöhe noch ein monatlicher Umsatz definiert ist. Ich denke in die Kategorie Berufsspieler fallen Sie, wenn Sie auf längere Sicht nachweislich gewinnen und davon leben – dies also Ihre Haupteinnahmequelle darstellt. Bisher konnte mir aber niemand zum Thema Berufsspieler eine konkrete Auskunft erteilen, weil es einfach kein häufiges Szenario darstellt. Ich gehe daher davon aus, daß man als Wetter nicht extra Steuern abführen muss.

Und wenn ich nun 5000 Euro gewonnen habe und das Geld anlege?

Wenn Sie Ihre Gewinne anlegen, dann generieren Sie Kapitalerträge (Zinsen). Diese Erträge müssen Sie dem Finanzamt dann aber sehr wohl melden und die Kapitalertragssteuer / Abgeltungssteuer zahlen.

Aber seit 1.7.2012 muss ich doch Steuern zahlen!

Am 1. Juli 2012 ist in Deutschland ein neues Gesetz in Kraft getreten – das Gesetz zur Besteuerung von Sportwetten (Details siehe Bundesrat.de und Buzer.de). Das ist eine Änderung des Glücksspielstaatsvertrags (RennwLottG), die Einfluß auf alle deutschen Spieler hat und besagt daß künftig für Sportwetten (egal ob online oder offline) eine Steuer von 5% des Wetteinsatzes an das Finanzamt abgeführt werden müssen.

Diese Änderung betrifft den gesamten Sportwettenmarkt in Deutschland, und hat wie gesagt nur Einfluß auf Wetter mit Wohnsitz in Deutschland (es betrifft keine Kunden aus Österreich, Schweiz oder einem anderen Land). Es spielt andererseits auch keine Rolle wo der Anbieter von Wetten seinen Sitz hat, dieser muss 5% aller Einsätze von deutschen Spielern abführen, wenn er weiterhin in Deutschland tätig sein möchte (den Glücksspielstaatsvertrag anerkennt).

 Das bedeutet zunächst mal, daß Sie als deutscher Spieler auch selbst weiterhin nichts versteuern müssen. Das Abführen der Wettsteuer hat der Anbieter zu übernehmen. 

Soweit so gut…

Wo ist das Problem? Habe ich einen Nachteil als deutscher Wetter?

Ihre ausbezahlten Gewinne sind zwar als Spieler weiterhin steuerfrei (sie müssen daher selbst nichts zahlen oder abführen), aber der Anbieter muss es machen. Und da ergibt sich ein Problem. Dem Anbieter entgehen dadurch Einnahmen und jeder Buchmacher reagiert nun anders auf diese Steuer.

Prinzipiell gäbe es fünf Möglichkeiten

  1. Der Wettanbieter zieht sich aus dem deutschen Markt zurück (deutsche Kunden können nicht mehr auf dem jeweiligen Portal wetten)
  2. Der Anbieter belässt alles wie es ist und bezahlt die Steuern aus eigener Tasche (das schmälert zwar seinen Gewinn, Anbieter bleibt aber konkurrenzfähig, sehr kundenfreundlich)
  3. Der Buchmacher rechnet die Steuern in die Quote ein (die Quoten wären unattraktiver für Kunden – Anbieter ist langfristig nicht konkurrenzfähig)
  4. Der Anbieter zieht die 5% beim Kunden ab. Das bedeutet, wenn Sie 100 Euro setzen, werden 5% abgezogen und nur 95 Euro platziert (Abwälzung der 5% direkt auf den Kunden)
  5. Der Buchmacher behält sich 5% vom Gewinner der Wette ein (Abwälzung auf siegreiche Wetter)

Und tatsächlich werden auch alle diese Möglichkeiten von den unterschiedlichen Anbietern angewendet.

Achten Sie auf die Quoten

Bevor wir auf die Varianten eingehen zunächst direkt ein Hinweis: Nicht immer ist ein Anbieter ohne Wettsteuererhebung besser als einer der Ihnen diese abzieht! Manche Anbieter finanzieren sich die nicht weitergegebene Wettsteuer aus anderen Quellen, aber manche auch durch etwas schwächere Quoten.

Es empfiehlt sich daher die Wettquoten auch im Auge zu behalten, denn niedrigere Quoten dienen indirekt dazu die Gewinnmarge des Anbieters auszugleichen um die Wettsteuer leichter tragen zu können. Dagegen spricht nichts, wenn die Quoten fair bleiben, aber eine zu geringe Quote schadet dann Ihnen genauso wie eine 5% Wettsteuer. Bedenken Sie, daß eine Quote von 1.9 ohne Steuer im Endeffekt gleich wie eine Quote 2.0 mit Steuerabzug ist. Kurz gesagt: Ein Vergleich zwischen den Anbietern lohnt sich, auch wenn der Anbieter Ihnen die Wettsteuer abzieht.

Übrigens auch als Österreicher oder Schweizer sollten Sie Ihren Anbieter genau ansehen, denn zwar müsste an Sie als Nicht-Deutscher keine Wettsteuer verrechnet werden, aber dennoch machen es einige Anbieter.

Unter anderem haben sich folgendene Anbieter aus dem deutschen Markt zurückgezogen

  • Pinnacle Sports (seit März 2016)
  • betoto
  • PaddyPower
  • 188bet
  • 888 sports
  • SBOBet
  • YouWin
  • Betfair (nur mit Wettbörse)
Diese nehmen also keine Einsätze und Wetten mehr von deutschen Spielern an, teils ist auch gar keine Registrierung aus Deutschland mehr möglich.

Wettanbieter, die 5% vom Einsatz beim Kunden abziehen

  • bet-at-home
  • Tipbet
  • MyBet
  • Cashpoint
  • Betsson (Ausnahme: Kombiwetten)
  • Betsafe (Ausnahme: Kombiwetten)
  • Bet3000 (Ausnahme: Live- und Kombiwetten)

Der Anbieter zieht also von jedem Wetteinsatz direkt 5% ab. Der Abzug ist meist transparent auf dem Wettschein ersichtlich und aus Sicht der Wettanbieter auch verständlich. Eine interessante Beobachtung möchte ich der Vollständigkeit halber hier noch loswerden, nämlich die unterschiedlichen Berechnungsvarianten.

Während beispielsweise bet-at-home hier den gesetzten Wetteinsatz als brutto interpretiert (95,24 Euro + 5% = 100 Euro) ist es bei Mybet netto (100 Euro – 5% = 95 Euro). Der Unterschied ist marginal, aber bei größeren Summen und Quoten durchaus ersichtlich.

Dazu ein Rechenbeispiel: Gewinnausschüttung mit Abzug der 5% Steuer bei einem Einsatz von 100 Euro und einer Quote von 5.0

Sportingbet und bet-at-home: 100 Euro : 1,05 = 95,24 * 5 = 476,20 Euro Auszahlung bei Gewinn
Mybet: 100 Euro – 5 Euro = 95 * 5 = 475 Euro Auszahlung bei gewonnener Wette

Anbieter, die 5% vom Gewinn einbehalten

Diese Form gabs zu Beginn nur bei bwin und Interwetten. Nach und nach haben auch andere Plattformen diese einfache Abrechnungsart eingeführt. Bei verlorenen Wetten bezahlt man keine Steuer. Das heißt, daß bei 100 Euro Einsatz auch tatsächlich 100 Euro platziert werden und daß der Sieger der Wette vom Gewinn 5% an den Anbieter abführen muss. Bei einer Quote von 2.0 bekäme der Gewinner also statt 200 Euro 5% weniger = 190 Euro als Wettgewinn ausbezahlt.

  • bwin
  • Bet365
  • betway
  • William Hill (seit 8.6.2016 wieder in Deutschland tätig)
  • BetVictor
  • Expekt
  • BetClic
  • digibet
  • Ladbrokes
  • Unibet
  • Interwetten
  • Sportingbet (Ausnahme: Kombiwetten)
  • NetBet

Diese Anbieter behalten sich also vom Gewinn der Wette 5% zur Abdeckung der Steuer ein.

Diese auf den ersten Blick durchaus sympathische Methode ist bei näherer Betrachtung hauptsächlich ein psychologischer Effekt (Wette mit vollem Einsatz). Das Problem dabei ist, daß der Bruttogewinn zur Berechnung herangezogen wird, d.h. Einsatz plus Nettogewinn. Daher macht es keinen Unterschied ob die 5% gleich beim Einsatz oder erst später bei einem Gewinn abgezogen werden. Sie als Gewinner einer Wette bekommen schlicht um die Steuer weniger ausbezahlt und als Verlierer einer Wette ist es egal, da ohnehin der gesamte Einsatz verloren wurde – mit oder ohne Steuer.

Anbieter zahlt die Steuer aus eigener Tasche – keine Belastung für Spieler

Diese Methode ist natürlich die beste. Es gibt aber nur noch wenige Anbieter wo Sie komplett ohne Steuer wetten können. Zur Zeit sind das laut meinen Recherchen u.a. folgende gute online Anbieter:

  • Tipico
  • Betfair

Diese Option ist aus Kundensicht natürlich die Beste. Der Anbieter zahlt die Steuer selbst, für deutsche Spieler ändert sich gar nichts. Jeglicher Einsatz wird zu 100% voll gesetzt und auch bei einem Gewinn wird nichts abgezogen.

Anmerkung: Bei Tipico wird online seit jeher die Steuer vom Anbieter übernommen, dem Spieler wird nichts abgezogen. Offline in Wettshops wird die Steuer meines Wissens schon berechnet. Bei Betfair ist seit April 2017 (vermutlich auch durch die Fusion mit PaddyPower) ein steuerfreies Wetten im Sportsbook Bereich möglich.

Bei folgenden Anbietern können zumindest Kombiwetten (idR. ab 3er Kombis steuerfrei gewettet werden)

  • Sportingbet
  • Betsson
  • Betsafe
  • Expekt
  • Bet3000 (neben Kombi- auch Livewetten)

Fazit und mein persönlicher Tipp!

Solange es noch Alternativen gibt, wo die Wettsteuer Ihnen nicht verrechnet wird und die Quoten passen sollte man das auch nutzen! Daher folgende Empfehlung von mir:

Der beste Onlineanbieter ist Tipico. Tipico zahlt die Wettsteuer für deutsche Kunden aus eigener Tasche, bietet gute Quoten und für Neukunden einen 100% Bonus bis 100 Euro.


Eine neue und interessante Alternative wäre der Anbieter Betfair mit dem Sportsbook Angebot. Für Kombiwettenliebhaber gibts etwas mehr Auswahl, wobei mein Favorit hier Sportingbet wäre.

Sollte die Wettsteuer nicht das wichtigste Kriterum sein, oder Sie aus Österreich oder der Schweiz stammen, dann können Sie sich an den TOP10 Anbietern aus unserer Liste orientieren.

Stand: 10.07.2017 – Wir probieren diese Listen immer korrekt und aktuell zu halten. Sollte was nicht stimmen – auch wir sind nicht unfehlbar – bitte um Mitteilung. Danke.

Tipico Sportwetten

Comments

26 Responses to “Sportwetten und Steuer: Wer muss versteuern?”
  1. Manuel sagt:

    Juble gerade, dass auch mein Anbieter Interwetten ab 3.0 selbst zahlt, wusst ich nicht. Bin gespannt was da noch kommt. Danke auf jeden Fall für die schöne Auflistung!

  2. TD sagt:

    bet365 erhebt seit 15.11. auch die 5% steuer und zwar auf den gewinn.

  3. admin sagt:

    Danke für die Info – werde es gleich updaten.

  4. Bernd sagt:

    mir ist dass echt zu blöd mit den 5%, wir Deutschen sind wieder die Deppen, während alle anderen in Europa bessere Konditionen bekommen.
    Im übrigen werden bei einigen Anbietern die 5% vom Gewinn einbehalten die auch bei ungültigen Wetten (z.B. bei X Cashback) abgezogen, nicht gerade toll für die Kundenzufriedenheit

  5. Ames-Frankfurt sagt:

    Der Artikel ist gut und verständlich geschrieben. Ich bin aber leider der Empfehlung Tipico gefolgt und habe jetzt das Malheur: Der sog. „Bonus“ ist in Wahrheit ein „Malus“. Beantragt man diesen, erfolgt die Auszahlung erst, wenn der Wetter 3x das Kontoguthaben (Einsatz + Bonus)auf eine Wette mit dem Faktor 2:1 gesetzt hat. Dass die Wenigsten 3x eine Zockerwette ohne den Verlust des kompletten Geldes überstehen, versteht sich wohl von selbst. Trotzdem behauptet Tipico perfide, 80 bis 95 % der Einzahlungen würden wieder ausbezahlt… Nicht so bei mir- das Geld war weg!
    Bei meiner zweiten Einzahlung gab es einen mir unbekannten Sonderbonus von 25%. Dieser wurde meiner Einzahlung ohne Hinweis oder Anforderung einer Bestätigung untergejubelt. Das bedeutet, dass erneut die gesamte Einzahlung keinen Bonus erhalten, sondern einem spekulativen Diktat unterlegen war. Der „Bonus“ ist also ohne extremes Glück die Fahrkarte auf Null. Es ist von daher also extrem wichtig, auf diesen zu verzichten. Dies soll, so sagt zumindest Tipico, möglich sein. Tipico behauptet aber auch, mich in einem Newsletter auf die 25%-Aktion hingewiesen zu haben. Bin ich verpflichtet, einen solchen zu lesen? Wohl kaum. Habe ich auch nicht. Hinweise oder Erläuterungen darauf während der Einzahlung- Fehlanzeige! Die durch „normale“ Wetten erzielten Gewinne bleiben wie die Einzahlung zur Auszahlung gesperrt, bis die Zockerwetten gespielt und das Geld vermutlich verspielt ist. Also 50% Gewinn erspielt, aber Einzahlung + Gewinn müssen aufgegeben oder verspielt werden. Ein Fall für den Verbraucherschutz, den ich neben den Medien und einem Fachanwalt auf Rat eines Freundes von der Polizei konsultieren werde.
    Tipico hat keine Kundenhotline, die Kommunikation erfolgt per Mail, was sich hinzieht, besonders, wenn die Antworten nur teilweise und pauschal kommen. Nach drei dieser Antworten stellt Tipico den Fall ein und man verbleibt allein, abgezockt wie von einem Hütchenspieler!
    Also, Achtung!!!!!!!!

  6. admin sagt:

    Tut mir leid, daß Du keine guten Erfahrungen gemacht hast. Hier ist aber nicht der richtige Ort für Problemlösungen. Der Dialog kann nur mit tipico selbst stattfinden.

    Die Bonusbedingungen bewegen sich allerdings im üblichen und fairen Rahmen und sind sehr gut auf der Webseite beschrieben. Die Bonus-Bedingungen sind immer eine Kombination von Mindestquote und Umsatz, die jeder Anbieter selbst festlegt. Der übliche Rahmen geht hier meines Wissens von 1,5 bis 2,0 Quoten und von 3x bis zu 18x umsetzen. Oft ist dies auch zeitlich begrenzt – also beispielsweise innerhalb von 45 oder 90 Tagen. Das kann ich einem Anbieter nicht ankreiden. Er verschenkt ja quasi Geld und legt dazu seine Bedingungen fest, auch als Schutz vor Spielern die nur den Bonus „abzocken“ wollen. Ob man einen Bonus annimmt oder nicht muss man daher selbst entscheiden. Ich für meinen Fall nehme jeden Bonus sehr gerne an, kann aber verstehen daß dies nicht jeder so sieht. Wenn Du auf den „Sonderbonus“ verzichten möchtest, schreibe Tipico an. Ich habe tipico bisher immer als hilfsbereit und freundlich erlebt. Diesen 25% Sonderbonus auch im Nachhinein zu streichen sollte aus meiner Sicht nicht das Problem sein.

    Ein zu verbessender Punkt bei tipico – und da muss ich Dir rechtgeben – sind aber auf jeden Fall die Supportmöglichkeiten. Bisher gibt es kein Servicetelefon und keinen Livechat – das machen andere Anbieter besser. Wünsche Dir auf jeden Fall, daß sich alles klärt und gut ausgeht.

  7. rebeldo sagt:

    Ich tippe seit ca. 2 Jahre bei Tipico und habe nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Quoten sind überdurchschnittlich hoch. Einzahlungen und Auszahlungen werden sehr schnell bearbeitet. Zudem kann man sich bei Fragen oder Unsicherheiten jederzeit an das Unternehmen wenden – kann ich nur weiterempfehlen.

  8. falli sagt:

    Super Artikel! Auf das wichtigste reduziert und einfach erklärt!

    Danke!

    Zu Tipico: Ich habe vor kurzem erstmalig Sportwetten gemacht. Habe mich für Tipico und den 100% Bonus entschieden. Habe mich zuerst auch über die Bedingungen aufgeregt. Ich muss aber gestehen, dass ich die Bedingungen nicht gelesen habe, die der Bonus mit sich zieht… Im Nachhinein finde ich die Bonusbedingungen nicht schlimm. Via Wett-Kombis erreicht man meiner Meinung nach sehr schnell die 2,0er Quote mit relativ hoher Gewinnwahrscheinlichkeit (wenn man sich in dem Bereich auskennt, auf den man wettet).

    Gruß

  9. gerhard sagt:

    hallo ich habe gestern und heute €120.000.- bei bet365 ausbezahlt, und komme aus österteich …..also so wie ich das jetzt lese, kann ich das ganze geld behalten und muss keine steuern dafür bezahlen lieg ich da jetzt eh richtig oder ?
    mfg gerry

  10. admin sagt:

    Erst mal Glückwunsch für diese hohen Gewinne, würde mich interessieren über welche Wetten dies gewonnen hast (Kombiwetten?)

    Gleich noch vorweg, bevor ich auf die Frage antworte: Das ist meine Meinung und keine Rechtsberatung! Ich kann es nur grundsätzlich sagen: In Österreich fallen nach derzeitiger Rechtslage keine Steuern auf erzielte Wettgewinne an, dies entspricht der Situation bei einem Lottogewinn. Ich kann allerdings nicht genau sagen was bei so hohen Beträgen dann evtl. überprüft wird. Ich denke, daß die Bank das Finanzamt aufmerksam macht (machen muss), daß hohe Beträge am Konto eingelangt sind und das FA dann auch nachfragt woher das Geld stammt usw. Wenn aber dies alles sauber, und auch von Deiner Seite her alles nachweisbar ist, sehe ich kein Problem und Du kannst Deinen Gewinn genießen 🙂

    Zu beachten ist noch: Du wirst kaum alles abheben und unter den Kopfpolster geben, sondern eher anlegen. Dann ist darauf zu achten, dass Zinseinnahmen sehr wohl steuerpflichtig sind – d.h. auf die Erträge ist dann die Steuer fällig. Versteht sich aber eigentlich von selbst 😉

  11. DerSpieler sagt:

    Vielen Dank für diese Zusammenfassung. Ich habe da eine Frage die meinen Fall betrifft. Was ist, wenn ich als Ausländer in Deutschland lebe aber per tipico zb. im Ausland spiele, was ist dann mit den Steurn? Vielen Dank

  12. admin sagt:

    Das ist schon eine zu spezielle rechtliche Frage. Spezialfälle mit „was ist wie genau in dem und dem Fall“ kann ich so nicht beantworten, da ich kein Rechtsanwalt bin. Nur ein solcher kann diese Fragen korrekt klären.

  13. Nikolai sagt:

    Da fehlt noch die sechste Möglichkeit für die Wettanbieter.

    6. Wettanbieter tut 5% an den Staat nicht abführen. Ignoriert also die 5% Wettumsatzsteuer oder will nichts davon wissen. Bei online-Wettanbietern, die in hunderten Ländern tätig sind, würde ich das sogar glauben und verstehen, dass sie nicht in die Gesetzlage jedes Landes hineingehen können. Internet kennt keine Grenzen, das sollen die Gesetzemacher endlich kapieren!

  14. Chris sagt:

    Das heißt ich muss z.b. bei tipico wenn ich im Jahr 4000 € gewinne das am ende des jahres nicht in der steuer angeben (und das ist dann auch keine steuerhinterziehung)?

  15. admin sagt:

    Hast im Prinzip vollkommen Recht 😉

  16. admin sagt:

    Das ist eine spezielle Frage, daher alles ohne Gewähr und wenn es sicher wissen möchtest müsstest einen Steuerberater fragen. Das ist nur meine Sichtweise:

    Also soweit ich weiß ist keine Angabe auf einer Steuererklärung nötig, denn nach deutschem Steuerrecht sind solche Gewinne keiner Einkunftsart zuzuordnen und können daher nicht versteuert werden. Das ganze ist auch an keine Summe verknüpft und daher egal ob Du 1.000 Euro oder 10.000 Euro ausbezahlt bekommst. Bei höheren Gewinnen musst nur nachweisen können woher das Geld kommt, was aber bei Wettkonten kein Problem sein sollte.

    Einzige mir bekannte Ausnahme wäre es, wenn du Hartz IV-Empfänger bist. Dann musst Du solche Gewinne und Auszahlungen melden und dann wird Dir auf jeden Fall was abgezogen.

    Hoffe ich konnte helfen.

  17. niko sagt:

    Hallo,

    also ich habe 45000 bei Tipico gewonnen (Torewetten), das Geld war nach zwei Tagen auf meinem Konto. Ich kann nix gegenteiliges von Tipico sagen

  18. Andreas V. sagt:

    Hallo,
    der Artikel hat mir sehr gut gefallen. Ich wette auch schon seit über einem Jahr bei Tipico ohne Probleme. Die haben wirklich gute Quoten.

    Seit Januar bin ich auch bei Expekt aktiv. Gestern musste ich leider feststellen, dass sie zum 01.06. ebenfalls die Wettsteuer eingeführt haben. Ab einer 3er-Kombiwette wird diese jedoch nicht erhoben.

  19. admin sagt:

    Danke für den Hinweis! Expekt mit Steuer wäre mir neu. Ich habe auch recherchiert und finde hier keine offizielle Meldung, eine News oder auf deren Webseite einen Hinweis daß dies tatsächlich so ist. Wäre auf jeden Fall schade, aber leider auch verständlich (grad vor der EM).

    EDIT: Habe in der Zwischenzeit das mit meinem Ansprechpartner klären können. Ja, seit 1. Juni legt Expekt die Wettsteuer auch auf ihre Kunden um. Ausgenommen – wie Du korrekt gesagt hat: Eine Kombiwette mit mindestens 3 Auswahlen zu jeweils einer Mindestquote von 1.4.

  20. steven sagt:

    „Netbet“ erhebt mittlerweile auch die 5%-Steuer. Seit wann genau kann ich Dir nicht sagen, aber es ist definitiv so.

    Das Gleiche gilt übrigens auch für „Betrally“, welche bis vor kurzem noch keine Steuer einbehalten haben.

    MfG

  21. Muggsi sagt:

    Wenn man aus Ungarn ist, kann man sich bei Tipico nicht anmelden.

  22. admin sagt:

    Ja, das stimmt leider. Aktuell ist es für Spieler aus folgenden europäischen Ländern nicht möglich sich bei Tipico zu registrieren und zu wetten: Albanien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Polen, Polen, Portugal, Portugal, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei und Ungarn.

  23. Frank sagt:

    Hallo,

    werden die 5% bei Bet365, direkt bei jedem Gewinn, an das deutsche Finanzamt abgeführt -oder wie geht das vonstatten?

    Besten Dank!

    MfG

  24. admin sagt:

    Wie im Detail das vonstatten geht kann ich Dir nicht sagen, da ich selbst bei keinem Wettanbieter arbeite und mir daher der Einblick fehlt. Ich denke aber es wird monatlich aufsummiert, darüber eine Erklärung eingereicht und davon dann die Steuer bezahlt.

  25. Paul sagt:

    Hallo,

    es soll ja jetzt eien Reform des Glücksspielvertrags kommen. Darin heisst es u.a. auch, dass die Verlustgrenze auf 1000€/Monat gesetzt werden soll.
    Da ich mich zukünftig mit Sportwetten (auf lange Sicht auch Hauptberuflich) konzentrieren werden finde ich die Bedeutung dahinter spannend. Bedeutet diese Aussage das ich bei 20 Einsätzen, bei den ich vlt 1500€ verliere aber 1800€ gewinne bereits über der Schutzgrenze bin?
    Oder Werden die Gewinne mit den Verlusten verrechnet?
    Wenn ja, dann würde ich eine Buchmacher übergreifende Verrechnung begrüßen (wobei mir hierbei der Aufwand extrem erscheint).
    Weiterhin, wenn ich als Berufsspieler spielen würde – bedeutet es dass diese Grenze automatisch entfällt?

    Mich interessiert hauptsächlich eine Einschätzung der Lage 🙂

  26. admin sagt:

    Schwer zu sagen wohin es letztendlich führen wird und was die genauen Regeln sein werden. Ich denke wir müssen abwarten was tatsächlich beschlossen wird und uns dann erst die nächsten Schritte ansehen. Es wird so sein, falls irgendwelche neue Regeln kommen, diese die Anbieter umsetzen müssen. Dann werden wir auf jeden Fall wissen wie die Handhabung ablaufen und evtl. unterschiedlich interpretiert wird.

    Zum Thema Berufsspieler kann ich leider nichts konstruktives beitragen, da ich mich da nicht im Detail auskenne. Aber ich gebe Dir Recht, dass 1.000 Euro Verlust hier nicht viel sind und daher diese Grenze wohl für diese Gruppe nicht gelten dürfte. Auch für „High Roller“ müsste es Ausnahmeregeln geben.

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